Jeder gute Tag hat seinen Preis.
Jedes Lächeln bezahle ich in Tränen.
Samstag, 27. August 2011
Freitag, 26. August 2011
Hoffnung in fremden Worten
"Man fragt sich nicht mehr: Warum soll ich aufstehen? Sondern: Was mach ich heute?"
Donnerstag, 25. August 2011
"Step out the front door like a ghostCounting Crows - Round here
into the fog where no one notices
the contrast of white on white.
And in between the moon and you
the angels get a better view
of the crumbling difference between wrong and right.
I walk in the air between the rain
through myself and back again
Where? I don't know"
Dienstag, 23. August 2011
Ein Nachruf
Die 19 Jährige aus Jena.
Das bist du, oder? Das warst du, oder?
Du warst nicht glücklich. Ich konnte dir nicht helfen.
Niemand kann helfen. Du warst allein, wie wir alle, die wir anders sind.
Deine letzten Worte an die Welt waren entschlossen. Und vielleicht, sicher sogar, hast du wirklich etwas getan, was du schon lange tun wolltest. Und vielleicht, sicher sogar, hast du geglaubt, es sei das Richtige. Die einzige Möglichkeit, die Trauer zu beenden. Aus der ich dir nicht heraushelfen konnte, in der kurzen Zeit die wir uns kannten.
Wir kannten uns nicht lange und wir kannten uns nicht gut. Aber der Schmerz, den kannten wir beide. Ich weiß noch, wie du damals die Klinik verlassen hast. Ich weiß noch, wie ich daran verzweifelt bin, dass ich dir angesehen habe, dass es zu früh war. Dass du noch nicht so weit warst. Aber deine Unterschrift und sie mussten dich gehen lassen. Wie ich Angst hatte, um dich und wie es weitergeht. Denn du warst nicht glücklich und du bist es nie geworden.
Ich habe dich nie weinen, aber bluten sehen. Und in dieser Welt hast du nie etwas gefunden. Vielleicht war genau das auch der einzige Weg für dich. Vielleicht gab es wirklich kein Glück auf dieser Welt für dich. Auf dieser Welt, die viel zu schrecklich war und zu grausam für einen Menschen, so wundervoll wie du.
Wir kannten uns nicht lange und wir kannten uns nicht gut.
Aber wir lebten in einem Zimmer. Zwei Monate lang habe ich deine Musik gehört und deine Wunden geteilt. Den Schmerz gesehen und nicht heilen können. Zwei Monate, bis du gingst. Und danach habe ich dich nur manchmal gesehen, unterwegs, auf der Straße. Und dein Gang war gebeugt und dein Blick war schwer. Deine Worte federleicht und dein Lächeln zu schön um wahr zu sein. Der Abgrund dahinter.
Und ich verstehe, warum du nicht bleiben konntest.
Und dann war die Welt, in die du zurückgekommen bist, doch genauso unfrei wie die Klinik. Und du bist ebenso an ihr verzweifelt. Ich habe dich damals gefragt, ob du denn wirklich glaubst, dass du es dort draußen schaffst. Und habe gebetet und gefleht, dass es so wäre. Und du hast geantwortet, Anna, hast du gesagt, aber hier halte ich es nicht mehr aus. Und ich habe verstanden. Und ich habe gehofft, es würde besser, dort draußen. Denn aufhalten konnte ich dich ebenso wenig wie jeder andere.
Niemand kann das. Niemand kann helfen.
Und deine Unterschrift allein hat dich in diese Freiheit geführt, die ja doch keine war. Die ebenso unerträglich gewesen sein muss, wie die Gefangenschaft davor.
Und ich verstehe, warum du nicht bleiben konntest.
Nicht in der Klinik und nicht in dieser Welt.
Wir kannten uns nicht lange und wir kannten uns nicht gut.
Ich konnte dir nicht helfen.
Ich hätte mich gerne von dir verabschiedet.
Und ich hoffe, dass, wo immer du jetzt bist, all der Schmerz ein Ende hat.
Dass du Ruhe findest, all die Ruhe, die du im Leben nicht kanntest.
Dass du nun frei bist. Dass du findest, wonach du vergeblich gesucht hast.
Dass die Suche ein Ende hat.
Dass diese Stille eine bessere ist.
Unerklärbares
Die letzten Tage waren keine guten. Die letzte Nacht war voller Angst.
Und die Grenzen meiner Sprache sind nicht die Grenzen meiner Welt.
Das Namenlose bleibt namenlos.
Wie kann ich dir erklären, was du nie gefühlt hast? Wie kann ich dir sagen, dass ich trotz all der Zeit, die ich habe, sie nicht verwenden kann? Wie erklären, dass ich zu schwach bin, obwohl du diese Schwäche mir nicht ansiehst? Wie nur sagen, was sich nicht sagen lässt? Wie erzählen, wofür Worte nicht ausreichen? Wie dir begreifbar machen, dass ich nichts tue, nicht, weil ich nicht wollen würde, sondern weil das alles ist, wofür meine Kraft noch reicht?
Dass ich keine Kraft mehr habe, wirst du mir das glauben?
Dass ich am Ende bin, sag, siehst du das wirklich nicht?
Dass ich nicht noch so ein Jahr durchhalte.
Dass ich lange genug gekämpft habe.
Und ich nicht mehr funktioniere, so sehr ich mich mühe.So sehr ich mich mühen muss, bei all den Dingen, die dir Routine erscheinen und so leicht. Die für mich nicht leicht sind.
Dass ich einsam bin.
Dass das nichts damit zu tun hat, dass ich nicht allein bin.
Dass das nichts damit zu tun hat, dass ich nicht allein bin.
Und dass auch ich dieses Schweigen gerne brechen würde, aber nicht kann. Dass die Stille zwischen uns schon zu tief geworden ist. Aber auch, dass ich Gräben ziehe, die nicht nur dich, die alle ausschließen sollen. Dass ich unglücklich bin und das schon lange.
Siehst du das wirklich nicht? Siehst du mich wirklich nicht?
Wo immer die Kraft her kam, die wir beide nicht mehr haben.
Und trotzdem einander geben.
Und trotzdem einander geben.
In der Nacht.
"Die Angst ohne Namen.Stadtneurotiker
Die sich nicht bändigen lässt.
Sie kommt. Ohne Begrüßung.
Sie setzt sich einfach hin.
Sie spricht nicht.
Sie sitzt einfach nur da.
Und lähmt.
Wenn sie genug hat, geht sie wieder.
Einfach so. Hinterlässt nicht mal einen Zettel.
Sie wird wiederkommen.
Heute, morgen, irgendwann."
Dienstag, 16. August 2011
Bitte lass uns für immer
so tun, als wären wir die Richtigen.
so tun, als wären wir die Richtigen.
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